Über Beton
Ohne Gebirge, Fels und Stein geht überhaupt nichts. Sie waren (und sind es noch) die Lieferanten für die wichtigsten Bestandteile zur Herstellung von Beton: Kies und Sand.

Sonne, Wind, Wasser und Eis haben in vielen tausend Jahren jedes Felsgestein verwittert. Es bildeten sich Risse und Klüfte, der Fels zerplatzte förmlich. Von den Berghängen bis in die Täler bewegten sich Schutt und Geröll. Wasser sortierte die Verwitterungsprodukte nach Korngrößen und transportierte diese bis weit in die Ebene. Je nach Wassermenge und Fließgeschwindigkeit kamen gröbere bis feinste Korngrößen zur Ablagerung. An den Oberläufen der Flüsse grobe Kiese, am Mittellauf feine Kiese und Sande und in der Flussebene feinstes Material. Heutige Kiesablagerungen in der Ebene haben zwei Gründe: Durch das damalige Abschmelzen riesiger Gletscher und Eisflächen konnten gewaltige Wassermassen selbst groben Kies weit ins Land hinein bewegen. Die andere Ursache ist das Eis selbst. Auf dem Weg quer durch Europa hat das Eis auf seinem Grund eine Unmenge von gefrorenen Steinen mitgezogen. Schmelzendes Wasser hat diese Steine als Grundmoräne sortiert und als Endmoränen, Wallberge und Sander zurückgelassen.

Kies und Sand werden heute durch ein physikalisch-natürliches Verfahren sortiert und gewaschen. Der benötigte Zuschlagstoff wird dann durch Lagerstättenfortführung gewonnen. Dieser ist der wichtige und größte Bestandteil für die Produktion von Beton: Ein Produkt der Natur.